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Die Biologische Uhr

Männer machen sich normalerweise keine Gedanken um Ihre Zeugungsfähigkeit. Die „Biologische Uhr“ gibt es doch nur bei der Frau…

Stimmt das?

Leider nein… Bei dem Bild der „biologischen Uhr“ der Frau ist vor allem das altersbedingte Absinken der Eizellmenge und -qualität gemeint. Im Gegensatz zur Frau, bei der nur einmalig ein Depot an Eizellen (die sogenannte Eizellreserve) angelegt wurde, gibt es beim Mann eine fortlaufende Samenzellproduktion. Dieser glückliche Umstand führt dazu, dass sich die meisten Männer wenig Sorgen um den Erhalt Ihrer Zeugungsfähigkeit machen.

Wenig bekannt ist, dass auch beim Mann eine „biologische Uhr“ tickt. Die Samenzellqualität und -menge, unter anderem auch aufgrund von Veränderungen der Prostata, wird über die Jahre hin schlechter. Dazu kommt, dass es bei fortschreitendem Lebensalter Ereignisse wie Verletzungen, Infektionen oder auch Tumoren des Hodens auftreten können, die die Zeugungsfähigkeit des Mannes dramatisch verschlechtern können.

Warum?

Die Motivation der Männer ist für diesen Schritt oft sehr unterschiedlich:

Spermiendepot als „Lebensversicherung“
Ein Mann möchte sicher sein, auch in Zukunft noch eine Familie gründen zu können. Er will unabhängig von der nachlassenden Qualität der Samenzellen oder eventuell auftretender Erkrankungen sein, die seine Fruchtbarkeit schädigen können.

Eingeschränktes Spermiogramm ohne aktuellen Kinderwunsch
Bei einer Spermiogrammuntersuchung wurde bereits eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit festgestellt. Diese wird sich in Zukunft sehr wahrscheinlich noch verschlechtern. Derzeit gibt es keine Partnerin um eine Familie zu gründen.

Chemotherapie bei einer Krebserkrankung
Auch in jungen Lebensjahren können Krebserkrankungen auftreten (z.B. Hodenkrebs), die eine Chemotherapie erforderlich machen. Bei vielen Männern ist die Zeugungsfähigkeit anschließend gar nicht mehr vorhanden

Kryokonservierung

Vor der Einfrierlagerung (Kryokonservierung) erfolgt zunächst ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem alle medizinischen und rechtlichen Aspekte der Sameneinlagerung ausführlich erörtert werden.

Nach Unterzeichnung des Einlagerungsvertrages gibt der Mann eine Samenprobe ab.

Das Ejakulat wird zunächst nach dem neusten Stand der Technik untersucht und die Qualität in einem ausführlichen Spermiogramm dokumentiert.

Anschließend werden die Samenzellen in sogenannten Straws (Einlagerungsröhrchen) bei -196° Celsius eingefroren.

Es wird empfohlen, falls möglich, mehrfach eine Samenprobe abzugeben, um ein optimales Depot für die Zukunft anzulegen.

Kosten

Die Kosten für eine Einfrierlagerung von Samenzellen werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Es wird immer eine individueller Kostenplan erstellt, der unterschiedliche Positionen berücksichtigt.

Gerne erstellen wir Ihnen einen individuellen Kostenplan.

Fragen

Ist eine Verwechslung meiner Samenprobe ausgeschlossen?
Eine Verwechslung der Samenprobe ist in unserem zertifizierten Labor, in dem eine mehrfache und eindeutige Identifikation von Spender und Samenprobe in allen Arbeitsschritten erfolgt, ausgeschlossen.

Wie gut ist die Samenzellqualität nach dem Auftauen?
Trotz eines geringen Qualitätsverlustes können die Samenzellen auch nach vielen Jahren erfolgreich für die Befruchtung einer Eizelle verwendet werden.

Ist das Missbildungsrisiko von Kindern, die mit eingefrorenen Samenzellen gezeugt wurden, erhöht?
Ein erhöhtes Fehlbildungssrisiko ist nicht bekannt.

Kann das Spermien Depot jederzeit aufgelöst werden?
Bei der Einlagerung der Spermien wird ein Einlagerungsvertrag abgeschlossen. Von diesem können Sie selbstverständlich schriftlich zurücktreten. Die Samenzellen werden dann aufgetaut und verworfen.